Familiengottesdienst zum Ostersonntag (Oßling)

Familiengottesdienst zum Ostersonntag (Oßling)

Ostersonntag 01.04.2018 9.00 Uhr Oßling – Familiengottesdienst

  1. Es beginnt mit der Trauer: „Maria stand draußen vor dem (Jesu) und weinte.“ Maria glaubt nicht, dass Gott das letzte Wort hat. Sie glaubt, der Tod hat das letzte Wort. Weil sie an den Tod glaubt, hat sich ein Schleier über ihr Herz gelegt. Sie kann nicht mehr mit dem Herzen sehen. (Trauertuch) Sie sieht das offene Grab. Auferstehung? Unmöglich. Sie denkt nicht einmal daran. Sie denkt nur eines: Sie haben meinen geliebten Jesus gestohlen, den Leichnam fortgetragen. Sie geht in die dunkle Gruft. Der Grabraum schimmert im himmlischen Licht. Aber die Engel erkennt sie nicht als Engel. Ihr Herz kann nicht sehen. Sie redet mit ihnen, aber begreift nichts. Sie erschrickt nicht einmal über die Außerirdischen.

 

  1. Jesus hat Humor. Damit Maria nicht erschrickt, zeigt Jesus sich ihr in der Arbeitskleidung seiner Lieblingsbeschäftigung. Schon am Anfang der Bibel heißt es: „Da pflanzte Gott einen Garten in Eden.“ Jesus war nicht nur Zimmermann, sondern schon sein Leben lang Gärtner. (Hut(Mantel/Spaten) So steht er in der Morgen-dämmerung. Maria schaut aus dem Grab. Sie fragt nicht: Was will denn der Gärtner schon hier? Sie hört Worte, dieselbe Frage wie die Engel: „Frau, was einst du?“ Dann lenkt der verkleidete Jesus ganz behutsam die Aufmerksamkeit auf sich: Wen suchst du?“ Maria denkt: Der Gärtner. Der Gärtner ist immer … und ruft: „Wenn du ihn weggetragen hast, sag mir, wo du ihn hingelegt hast.“

 

  1. Von der Trauer zur Wahrheit. Diesen inneren Herzensschritt wird Maria jetzt geführt. Ihr wird das Trauertuch weggezogen. Das tut Jesus, indem er ihren Namen ruft: „Maria!“ Maria weiß, wer da spricht. Das muss ihr niemand erklären. Seine Stimme, die Stimme, die ihr zuruft: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.“

 

  1. Da geht die Sonne auf. Der Auferstandene steht mitten in der alten Welt, barfuß im taunassen Gras. In der Welt – gehört er nicht mehr in die Zur Welt gehört nur, wer den Tod vor sich hat. Gehören wir zur Welt? Haben wir den Tod vor uns? Wir haben das Sterben vor uns, nicht den Tod. Das verdanken wir dem Auferstandenen, der dem Tode die Macht genommen hat. Wir verlassen diese alte Erde wohl einmal, aber immer unter der Zusage Jesu: „Wer (sich an) mein Wort hält, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit.“ (Joh. 8, 51) – (Hut ab/Spaten/Mantel weg – Alba/Stola überziehen) „Der Tod ist verschlungen in den Sieg“ (Alba überziehen) „Das Sterbliche wird überkleidet mit Unsterblichkeit.“ (1Kor 15,54) (Stola umlegen) „Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ (Mt 11, 29.30) Die Last, damit meint Jesus die Botschaft: Der Herr ist auferstanden. Die tragen wir. Zu den Menschen. Wer diese Botschaft im Herzen trägt, ist ein Hoffnungsträger. Wir tragen die Hoffnung. Und die Hoffnung trägt uns: Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Amen.

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