Wer wird im neuen KV sein?

Wer wird im neuen KV sein?

… über diese Frage könnt ihr,  die Mitglieder der ev. luth. Kirchgemeinde Großgrabe, am 20.09.2026 nach dem Erntedankgottesdienst um 9:30 Uhr abstimmen.  In der letzten Zeit haben wir viel über die Rahmenbedingungen geschrieben. Heute möchten wir die Kandidatinnen und die Kandidaten, zwischen denen ihr euch entscheiden dürft, etwas näher vorstellen.  (4 Personen werden gewählt, 2 Personen im Anschluss berufen.) Die Vorstellungen und ihr Umfang sind so verschieden wie die Menschen selbst. Ihr seid ganz herzlich eingeladen, persönlich ins Gespräch zu kommen und weiter „nachzubohren“. 😉

PS: Wer zum Erntedankfest nicht persönlich vor Ort sein kann, lässt sich gern heute oder nächste Woche im Gottesdienst Briefwahlunterlagen ausgeben. Alternativ könnt ihr diese auch hier anfordern und wir senden sie euch zu: Briefwahlunterlagen bestellen

 

Frank Hantsche

 60 Jahre, Bischheim, Techniker Heizung/Sanitär/Lüftung (zurzeit berentet) 

„Für eine selbstständige stabile Ortsgemeinde, zukunftsorientiert auf dem Fundament von Jesus Christus.“

Ich stelle mich zur Wahl, weil es mir wichtig ist, das unser gemeinsamer Weg von Kirchgemeinde und Förderverein im Sinne unseres Leitbildes gemeinsam mit den anderen Kirchvorstehern weitergeführt wird.

 

Hubertus Lauke

 68 Jahre, Bulleritz KFZ-Meister (in Rente) 

„Ich möchte das Wort und das Vermächtnis von Jesus Christus in der Welt leben und das Ererbte unserer Vorfahren am Leben erhalten.“

Aktuell ist Hubertus unser Kirchenvorstandsvorsitzender und für viele Fragen der richtige Ansprechpartner. Er vertritt unsere Kirchgemeinde beispielsweise im Verbundausschuss, hält den Kontakt zu Kommunalverbänden und umliegenden Städten und Kommunen. In Großgrabe hat er besonders den Hut auf, wenn es um das Kirchengelände geht: Baumaßnahmen, die Pflege unseres Waldstückes, Instandhaltung, Grünpflege, Spielplatzpflege und vieles mehr, fallen in seinen Verantwortungsbereich.

 

Ulrike Minkwitz

 55 Jahre, Wiednitz, Lehrerin 

Fast 56 Jahre Lebenserfahrung, verheiratet, zwei Kinder, wohnhaft in Wiednitz und Lehrerin für Musik und Deutsch am Emil-Fischer-Gymnasium in Schwarzheide – langweilig wird es bei mir eher selten. Seit zweieinhalb Jahren bin ich durch Nachberufung Mitglied im Kirchenvorstand. In dieser Zeit habe ich unsere Gemeinde und die Arbeit des KV noch einmal aus einer besonderen Perspektive kennengelernt: Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen, unterschiedliche Meinungen aushalten, gemeinsam nach Lösungen suchen und dabei immer wieder das Wesentliche im Blick behalten.

Für mich ist dieses Wesentliche Jesus Christus. Er ist Mittelpunkt meines Lebens und soll auch Mittelpunkt unseres Gemeindelebens sein. Von ihm her möchte ich denken, entscheiden und handeln. Unser Leitbild „Ortsgemeinde mit Strahlkraft“ beschreibt für mich genau diesen Wunsch: Dass von unserer Gemeinde etwas von der Freude, Hoffnung und Liebe ausstrahlt, die wir durch Jesus Christus empfangen.

Als Lektorin und Kirchnerin sowie als Teamleiterin des Kirchnerdienstes erlebe ich Kirche ganz praktisch. Und als Chorleiterin weiß ich, wie wichtig es ist, unterschiedliche Stimmen zu einem gemeinsamen Klang zusammenzuführen.

Ein Chorleiter arbeitet dabei mit seinen Sängerinnen und Sängern von Angesicht zu Angesicht. Er hört zu, korrigiert, ermutigt, fordert heraus und ringt mit allen Beteiligten um ein gemeinsames Ergebnis. Dafür braucht es manchmal auch einen breiten Rücken: Er hilft, äußeren Beeinflussungen standzuhalten und den Blick auf das gemeinsame Ziel zu bewahren.

Und am Ende dreht sich der Chorleiter um – nicht nur, um den Applaus entgegenzunehmen, sondern auch, um für das Ergebnis geradezustehen und Verantwortung dafür zu übernehmen.

Genau diese Haltung möchte ich in die weitere Arbeit des Kirchenvorstands einbringen: zuhören, mitgestalten, Entscheidungen tragen und Verantwortung übernehmen.

„Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat.“ (1. Petrus 4,10)

Ich möchte meine Gaben weiterhin dafür einsetzen, dass unsere Ortsgemeinde lebendig bleibt, Menschen ihren Platz finden und Jesus Christus in unserer Gemeinde sichtbar und erfahrbar wird.

 

Luisa Partusch

38 Jahre, Straßgräbchen, Sozialpädagogin 

Gemeindeleitung bedeutet für mich Verantwortung übernehmen, organisatorisch, finanziell aber auch geistlich. Ich glaube, dass wir Gott als Gemeinschaft ganz besonders am Herzen liegen und dass ER auch in den kommenden Jahren hier in unserer Mitte, in und durch jeden Einzelnen viel bewegen möchte.

In mir schlägt ein Hirten-Herz: Ich mag es in (tiefe) Beziehungen zu investieren, Menschen wirklich zu sehen und zu entdecken, welches Potenzial in ihnen steckt. Diesen Blickwinkel möchte ich gern immer wieder in die Gemeindeleitung einbringen. Ja, wir müssen auch verwalten, Schuppentüren erneuern, das Geld im Blick haben, Termine planen usw. dennoch möchte ich neben all diesen wichtigen Verwaltungsaufgaben, immer wieder Raum schaffen Gemeinde zu bauen, den Fokus auf unsere (geistliche) Gemeinschaft legen.

Ich wünsche mir, dass wir uns immer wieder für eine fröhliche, ehrliche und vergebungsbereite Gemeinschaft starkmachen, dass wir uns in Liebe annehmen und unsere Unterschiedlichkeit als Bereicherung erleben. Bei Konflikten möchte ich hinschauen und gemeinsam mit euch nach Lösungen suchen.

Wir wissen, dass wir das alles nicht alleine können. Ich wünsche mir geistliche Gemeinschaft, gemeinsames Beten halte ich für so essenziell, überall da wo wir zusammen sind – lasst uns gemeinsam beten, lasst uns Bibellesen, Abendmahl feiern. Ich freue mich mit euch gemeinsam im Glauben zu wachsen und Jesus dabei immer ähnlicher zu werden.

Das, was mir wichtig ist, könnte man auch in einem Satz mit den Worten von Paulus sagen:

„Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus.“ Epheser 4,15

 

Stefan Partusch

49 Jahre, Straßgräbchen, Leiter der Werkstatt für behinderte Menschen St. Nikolaus in Kamenz 

„Leiten heißt Dienen: Mit Herz, Verstand & Verantwortung möchte ich unsere Kirchgemeinde aktiv mitgestalten.“ 

Ich kandidiere für den Kirchenvorstand, weil mir Großgrabe und unsere Kirchgemeinde wichtig sind. Ich bin seit meiner Geburt hier verwurzelt.

Mein Wunsch ist es, dass unsere Gemeinde auch in Zukunft lebendig bleibt und ein fester, sichtbarer Bestandteil in Bernsdorf ist – offen und einladend für alle, vor allem aber ein Ort an dem Gottes Wort klar verkündigt wird und verlässlich auf Jesus Christus hinweist.

Führen und Leiten bedeuten für mich vor allem Dienen. Deshalb möchte ich mich mit meinen Gaben und Erfahrungen einbringen, gemeinsam auf Gottes Wort hören, danach handeln und fest auf seine Hilfe vertrauen.

Tabea Wirth

44 Jahre, Hermsdorf, Zahnärztin 

„Denn gleichwie wir an einem Leib viele Glieder besitzen, nicht alle Glieder aber dieselbe Tätigkeit haben, so sind auch wir, die vielen, ein Leib in Christus, und als einzelne untereinander Glieder.“ (Römerbrief 12, 4-5)

Ich sehe mich selbst eigentlich nicht wirklich als eine Leitungspersönlichkeit, aber wenn Gott einen Plan verfolgt, dann klopft Er auch mehrmals an… und dann möchte ich auch gehorsam sein und mich mit meiner Zeit und meinen Gaben in Seinen Dienst stellen. Ich bin von Herzen dankbar für unsere Gemeinde und möchte meinen Beitrag leisten, um hier an Gottes Reich mitzuwirken.

 

Dana Wünsche

48 Jahre, Straßgräbchen, Fachassistenz der Amtsleitung des Jobcenters 

Ich wünsche mir, dass in unserer Gemeinde Menschen Zuhause finden. Einen Ort, an dem sie erleben: Hier darf ich sein. Hier darf ich Fragen stellen. Hier kann ich Jesus kennenlernen, im Glauben wachsen und entdecken, was in mir steckt.

So hat es für mich begonnen. Als ich mit 17 Jahren nach Straßgräbchen gezogen bin, habe ich junge Menschen kennengelernt, die begeistert von Jesus erzählt haben. Sie haben meine Fragen ausgehalten, sich Zeit genommen und mich begleitet. Durch sie durfte ich Jesus kennenlernen. Heute darf ich selbst seit vielen Jahren gemeinsam mit den Menschen hier Gemeinde bauen. Dafür bin ich sehr dankbar. Diese Erfahrung prägt mein Bild von Gemeinde bis heute. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, Persönlichkeit und Begabungen mit. Ich liebe es, wenn Menschen entdecken, was Gott ihnen anvertraut hat, mutig werden, sich ausprobieren, Verantwortung übernehmen und über sich hinauswachsen.

Ich wünsche mir deshalb eine vielfältige und einladende Gemeinde, die fest in Jesus und in der Bibel verwurzelt ist und gerade deshalb mutig sein kann. Sie darf vertraut und sicher sein, aber genauso bunt, kreativ, modern, lebensnah und manchmal auch ein bisschen verrückt. Menschen verschiedener Generationen und Prägungen sind miteinander unterwegs, mit Jesus als gemeinsamer Mitte.

Im Kirchenvorstand möchte ich dazu beitragen, gute Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Ich denke gern langfristig und frage: Was brauchen Menschen heute? Wie können wir das Evangelium verständlich und glaubwürdig weitergeben? Was hilft uns, als Gemeinde lebendig zu bleiben und Menschen Raum zum Wachsen zu geben?

Ein besonderes Anliegen ist mir dabei, dass wir als Ortsgemeinde möglichst viel Eigenständigkeit und Gestaltungsspielraum behalten. Ich möchte mich auch in der Landeskirche dafür einsetzen, dass Entscheidungen dort getroffen werden können, wo Gemeindeleben tatsächlich stattfindet: vor Ort.

Zu meinem Bild von Gemeinde passt Epheser 4,15–16: Christus lässt seinen Leib wachsen, indem die einzelnen Glieder miteinander verbunden sind und jedes seinen Teil beiträgt.

Jesus ist die Mitte. Menschen wachsen, bringen ihre unterschiedlichen Gaben ein, stärken einander. Und gemeinsam entsteht etwas, das keiner allein schaffen könnte.